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Big Band Olten

BigBand Olten als Schlusspunkt der 23Sternschnuppen 2017

Autor: Remo Fröhlicher, Ernst Käser
Di 26.12.2017 10:26

Im mehr bis auf den letzten Stehplatz besetzten Kino Capitol Olten gingen am 23.12.17 die diesjährigen Sternschnuppen zu Ende. Die Big Band Olten unter der Leitung von Stephan Fröhlicher setzte als 23. Überraschung einen fulminanten musikalischen Schlusspunkt.

Vor allem, als Ernst Käser am Schluss von Stephan Fröhlicher verabschiedet wurde.

Unser BigBand-Urgestein und Trompeten-Section-Mentor spielte diesen Abend zum letzten Mal mit uns.

Mit liebenswürdiger Gelassenheit nahm er sein Abschiedsgeschenk - Konzert-Gutscheine vom Moods Zürich - entgegen und verglich die Beziehung zwischen Musiker und Publikum mit Raucher und Passivraucher: "Es war für mich eine sehr schöne und interessante Zeit, mit Euch zusammen zu musizieren. Beim „Verabschieden“ habe ich „nach dem Mikro verlangt“ und persönlich ein paar Worte zum Publikum gesagt. (Wie oft hat man schon Gelegenheit, zu einer so grossen und aufmerksamen Menge gutgestimmter „Passivraucher“ zu reden!)" Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich bei dieser Gelegenheit leider verpasst, Euch allen persönlich für die gute musikalische Zeit zu danken, was ich hiermit gerne nachhole. Es war für mich eine tolle Zeit.

Ergänzend danke ich Euch allen für das sehr sinnvolle Abschiedsgeschenk. In der Original-moods-Stoff-Tasche, die mir Stephan übergeben hat, fand ich ein paar interessante Konzerthinweise sowie fünf moods-Gutscheine zu je CHF 30.00, die ich sehr gerne in den kommenden Monaten vor Ort einlösen werde. Dabei schwelge ich dann in den interessanten Sounds, denke gerne an die gute Zeit mit Euch in Olten zurück und hole mir an der moods-Bar ein kühles Blondes.

Yeah, let’s groove!"

So ist er eben, unser Ernst!

Als er anschliessend im Lil’Darlin’ sein letztes Solo mit uns spielt, kullern einige Tränen über die Wangen. Schön war’s Ernst.

 

Fotos: Remo Fröhlicher

Live-Aufnahmen: Ernst Käser 


Big Summer Gig im Klostergarten

Autor: Reto Spiegel
Sa 01.07.2017 11:51

Der Big Summer Gig im Klostergarten war ein voller Erfolg! Viele Gäste, ein abwechslungsreiches Programm und das anschliessende Apéro der Klosterbrüder sorgten durchwegs für gute Stimmung und eine ansehnliche Spenden-Kollekte zugunsten traumarisierter Kriegsgeschädigter in Sri Lanka. Selbst Petrus war trotz ein, zwei kurzen Regenschauern und Windböen wohl gesonnen und liess mehrheitlich die Sonne scheinen. In genau einem Jahr, am 29. Juni 2018, findet das Klostergartenfest statt und die Big Band Olten wird wiederum dabei sein dürfen. 

Flyer_A6_Big_Summer_Gig_BigBandOlten 

Medienmitteilung_BigBandOlten_Klostergarten 

Bildergalerie

 


Checkübergabe anlässlich des Jubiläumskonzertes 30 Jahre Big Band Olten

Autor: Röbi Grob
Fr 18.12.2015 08:45

Herzlichen Dank den Rotary Clubs und der Basel Tattoo Charity für die grosszügige Unterstützung. Der Anlass war in jeder Hinsicht ein grosser Erfolg und ihre Unterstützung hilft auch in den nächsten Jahren junge Musikerinnen und Musiker in die Oltner Big Band zu integrieren.  

Besten Dank.


Rückblick Jubiläumskonzert 30 Jahre Big Band Olten

Autor: Urs Huber, Bericht im Oltner Tagblatt vom 14.12.15
Mo 14.12.2015 11:22

Big Band Olten beging ihren 30. Geburtstag mit Count Basie, Fabienne Hoerni und «Frank Sinatra»

«Wenn du 20 Minuten vor Konzertbeginn nicht kribblig bist, dann stimmt was nicht.» Der Satz stammt von Trompeter Reto Spiegel, der 25 Minuten vor Konzertbeginn noch munter durch die Gästereihe in der Schützi schritt. Und die war proppenvoll. So viel hatte Stephan Fröhlicher, Leiter der Big Band Olten, im Vorfeld des Jubiläumskonzerts schon prophezeit. Dazu Gäste: Saxofonistin Fabienne Hoerni und Regi Sager als Moderatorin. Dazu ein Bandleader, der mit spartanisch-lockerer Geste — mal kreisten lediglich die Zeigefinger, mal blieb die Hand als Mahnmal eines Leitenden in die Höhe gereckt — die Fäden spann. Dazu eine Überraschung: Ein Revival von «Frank Sinatra», dessen Geburtstag sich am Samstag zum 100. Mal jährte. Also, warum den Mann nicht auferstehen lassen? Die Rolle Sinatras übernahm Drummer Ernesto Gloor, der sich als köstlicher Parodist entpuppte. Dabei: Kenner der Szene hätte auffallen können, dass Gloor bereits beim Konzertauftakt die Rhythmusfolgen mit noch unhörbaren «Baa, baaa, baba ba ba, bam» untermalte.

 

Beigaben einer Wohlfühlmixtur

Das also waren die Ingredienzien eines superlativen unterhaltsamen «Swingfunkblues-Abends», der knappe zwei Stunden währte und — gespickt mit Soloeinlagen — die Zuhörerschaft von einem Höhepunkt zum andern jagte. Samtene Klänge, gellende Trompeten, brummende Saxofone, kantige Beats, Applaus auf offener Szene für Soli, Zwischenrufe aus dem Auditorium. Na also: Big-Band-Herz, was willst du mehr? Selbst mittlerweile eher in die Jahre geratene Paare erlagen dem Groove in entzückender Art und Weise: Mehr als einmal legten Damen denn auch ihren Kopf behutsam auf die Schulter ihres Begleiters. «I’ve Got You Under My Skin», sang «Sinatra» Ernesto Gloor dazu. Wer geglaubt hätte, dieser Sinatra, dem übrigens schön früh Beziehungen zur Unterwelt nachgesagt wurden, sei passé, der wurde an diesem Abend doch eines Besseren belehrt. Die Frage «Welches ist denn dein Lieblingsstück Sinatras?» geriet vor solch einem Hintergrund fast gar zu reinster Rhetorik.

Doch zurück zur Eröffnung. Ohne Brimborium begangen, wohltuend schnörkellos: einmarschiert, losgelegt und dem Groove Tür und Tor geöffnet.

Teil eins der konzertanten Trilogie sollte ganz im Zeichen Count Basies stehen; lediglich der «Groove Blues» tanzte aus der Reihe, ein Werk aus den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts und Teil der inoffiziellen «List of jazz standards». Aber bitte sehr: Wer hätte sich an diesem Abend um solche «Standards» gekümmert? Der Abend der Sinne war eröffnet. Er mutierte zum eigentlichen Schwungrad der Swing Ära.

 

Eins werden

Der Mittelteil gehörte dann Gastsaxofonistin Fabienne Hoerni. Faszinierend ihr Auftritt, «Reduced to the Max» liesse sich sagen. Eine Frau, ein Saxofon. Und irgendwann ist beides nicht mehr ganz vom andern zu trennen. Ver-schwimmen Konturen, während die helle Botschaft Musik bleibt. «Stolen Moments» berauschend sanft und unprätentiös gegeben, melancholisch unterminiert, ergreifend gut. Es gab trotz anhaltendem Applaus keine Zugabe zum Schluss; eine sympathische Nuance, wider die Praxis, vom besten nie genug bekommen zu haben. Eben: Reduced to the Max.

 

Ein Megastar ist zurück

Und dann — wie erwähnt — das Revival eines Megastars: Ernesto Gloor gab Sinatra. Mit «I Get a Kick Out of You» – sang der Mann mit scheinbarer Gelassenheit und Leichtigkeit einen von Cole Porter stammenden und dutzendfach gecoverten Titel. Der individuelle Sinatra-Groove nahm Raum ein. Sein Auftritt sei nur weniger Insidern bekannt gewesen, erklärte Gloor nach grossem Applaus auf die entsprechende Nachfrage der Moderatorin, die auch vom Jazzfieber gepackt zum Mikrofon griff.

Dass der Groove nicht bloss «Jazz Natives» erfasste, davon zeugten die beiden Konzertbesucher Jason Huser und Nando Peier, beide aus Lostorf, beide mit Jahrgang 1996. «Wir wollten etwas für uns eher Neues entdecken, Musik «handmade» erleben, die durch ihre Ehrlichkeit überzeugt», sagen sie und empfinden das Gezeigte als Kulturgut. «Toll, dass es so was überhaupt gibt», konstatiert Huser. Peier nickt. Und sie stellen in einer Nebenbemerkung doch leicht überrascht und ebenso amüsiert fest: «Wir senken das Durchschnittsalter hier extrem.»

 

Bericht OT als PDF vom 14.12.15

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